Presseerklärung des DRG-Testatprojekts zum ECR 2008

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Presseerklärung: Deutsche Röntgengesellschaft verleiht auf dem Europäischen Röntgenkongress in Wien die ersten Prüfsiegel für Patienten-CDs

13.02.2008

Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) verleiht im Rahmen des European Congress of Radiology (ECR 2008, 7.-11. März in Wien) erstmals Prüfsiegel (Testate) an Hersteller von Produkten, die Patienten-CDs nach den Empfehlungen der DRG erzeugen. Damit steht auf dem deutschen Markt ein Gütesiegel zur Verfügung, anhand dessen sich Arztpraxen und Kliniken für eine "gute" CD-Brennlösung entscheiden können.

Medizinische Bilder wie Röntgenbilder oder Computertomographien entstehen heute vielfach digital und können elektronisch gespeichert, verarbeitet und ausgetauscht werden. Für die Weitergabe von solchen Bildern an den Patienten oder an weiterbehandelnde Ärzte werden die Bilder oftmals auf CDs geschrieben - sogenannte "Patienten-CDs". Diese erlauben eine einfache und kostengünstige Weitergabe der Originalbilder in befundgeeigneter Qualität.

In der Praxis verursachten Patienten-CDs beim Empfänger aber bislang in vielen Fällen Probleme, weil sich die Bilder nicht ohne weiteres einlesen und darstellen ließen.

DRG patient CD project at ECR 2008
Verleihung der Zertifikate beim ECR 2008
Von links nach rechts: Dr. Jörg Riesmeier (OFFIS e.V.), PD Dr. Elmar Kotter (Vorsitzender der DRG @GIT), Dr. Andreas Knopke (Image Information Systems Ltd.), Dr. Arpad Bischof (Image Information Systems Ltd.), Mark Rawanschad (Cerner Deutschland GmbH), Prof. Dr. Peter Mildenberger (DRG @GIT), Prof. Dr. Michael Laniado (Präsident der DRG)

Die Ursachen dafür liegen einerseits darin, dass viele Arztpraxen und Kliniken organisatorisch nicht gut auf die Handhabung von Patienten-CDs vorbereitet sind, zum anderen werden die auf der CD abgelegten Informationen von den Herstellern von CD-Brennlösungen nicht immer einheitlich und fehlerfrei geschrieben. Für den Aufbau von Patienten-CDs ist in erster Linie der DICOM-Standard ("Digital Imaging and Communications in Medicine") ausschlaggebend. DICOM ist ein weltweit eingesetzter und umfassender Standard für die medizinische Bildgebung, der auch den Aufbau von CDs mit medizinischen Bildern detailliert regelt. Die Missachtung oder falsche Auslegung der dort niedergelegten Anforderungen führt oftmals zu Problemen beim Einlesen der Bilder von einer CD.

Die Deutsche Röntgengesellschaft hat in Zusammenarbeit mit dem OFFIS-Institut für Informatik, einem herstellerunabhängigen Forschungsinstitut mit langjähriger Erfahrung im Bereich DICOM, eine Lösung für dieses Problem erarbeitet. Neben einem Leitfaden mit Empfehlungen für den richtigen Umgang mit Patienten-CDs wurde ein detaillierter Anforderungskatalog entwickelt, er auf der Basis des DICOM-Standards sowie der Empfehlungen der IHE-Initiative ("Integrating the Healthcare Enterprise") den genauen Aufbau von Patienten-CDs vorschreibt. Hersteller von Brennlösungen für Patienten-CDs, deren Produkte dem Anforderungskatalog der Deutschen Röntgengesellschaft entsprechen, können dies im Rahmen einer intensiven, unabhängigen Prüfung nachweisen und erhalten dann ein Prüfsiegel (Testat) der DRG, mit der das Produkt beworben werden darf.

Am 7. März 2008 werden die weltweit ersten Prüfsiegel der DRG für Patienten-CDs an die Hersteller
  • IMAGE Information Systems Ltd. (London) für das Produkt iQ-VIEW / iQ-LITE 2.5 sowie
  • CERNER Deutschland GmbH (Herzogenrath) für das Produkt ProVision PACS 6.0
verliehen. Weitere Hersteller befinden mit ihren Produkten in der Prüfung und werden zukünftig das verfügbare Angebot an geprüften Lösungen auf dem deutschen Markt erweitern.

Weitere Informationen zum Testatprojekt der Deutschen Röntgengesellschaft sowie eine Aufstellung aller verliehenen Prüfsiegel (Testate) finden sich auf der Internetseite http://www.dicom-cd.de. Die Übergabe der Urkunden findet statt am Freitag, den 7. März 2008 am Stand der Deutschen Röntgengesellschaft im Austria Center Wien.

Kontaktperson:
OFFIS, Oldenburg
Michael Onken
E-Mail: Contact E-Mail dicom-cd.de

Die Presseerklärung finden Sie auch im Informationsdienst Wissenschaft.

Seite zuletzt aktualisiert: 2013-06-10
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